Hinter den Kulissen von Snowbird bei Caston

Blizzard ist stolz auf die Zusammenarbeit mit dem Mitglied des Freeride-Teams Marcus Caston im Rahmen eines einzigartigen, aber familiären Projekts mit dem Fotografen / Filmemacher Adam Clark. Das Konzept sah vor, nur an der Vorderseite von Castons Heimresort Snowbird, Utah, zu drehen, um den Alltags-Skiläufern einen eindrucksvollen Blick auf eine zuordenbare Skierfahrung zu bieten. Caston und Clark wählten weder großartige Pulverschnee-Tage, noch drangen sie in das Hinterland vor oder schweiften von den Gebieten ab, die jedem normalen Skiläufer auf Snowbird zur Verfügung stehen. Mit diesen Worten beschrieben sie ihr Projekt:

MARCUS    Der erste Skifilm, für den ich mich begeisterte, war The Tangerine Dream des Medienunternehmens TGR. Das Team besuchte Snowbird und filmte all meine Helden, während sie über denselben Berg sausten, den ich als mein Zuhause betrachtete. Ich schaute mir die Snowbird-Sequenz immer wieder an, stellte mit vor, dass ich selbst in dem Film zu sehen wäre, während ich meine Lieblingsläufe vollführe. TGR hat für mich einen Volltreffer gelandet, weil es etwas geschaffen hat, das ich persönlich nachvollziehen konnte. Die meisten Skifahrer haben niemals die Möglichkeit, in exotische Länder zu reisen, um den perfekten Schnee zu finden. Die meisten Skiläufer begnügen sich mit begrenzten Resorts, und meistens sind die Bedingungen nicht perfekt. Trotzdem ist das Skifahren wichtig, und es macht immer Spaß. Ein schlechter Tag auf dem Schnee ist immer noch besser als gar nicht Ski zu fahren.

Ich war mir nicht sicher, wie ein Film ohne Pulverschnee, der nur auf dem Gelände von Snowbird gedreht wurde, ankommen würde, vor allem, als wir den weltbekannten Fotograf Adam Clark kontaktierten. Zu meiner großen Freude wollte er das Projekt durchziehen, und dann bekam ich Lampenfieber.

ADAM       Ich war angesichts dieser Herausforderung, Markus beim Skifahren auf dem Inbound-Gelände von Snowbird zu filmen, wirklich aufgeregt. Aber ich war auch ein wenig besorgt, dass es nicht gelingen würde, weil ich an Leute gewöhnt bin, die großartigen Schnee und großartiges Gelände mit einem richtig hohen Produktionswert bevorzugen. Wir kamen überein, dass wir nicht das aufnehmen wollten, was die Leute sich von Utah erwarten: perfekten Schnee. Wir wollten das tägliche Hobeln der Pistenraupen, Pulver auf Kruste, Buckelpisten einfangen. Wie nahmen kein gesperrtes Gelände oder Frühaufsteher auf. Zu meinem Glück drehten wir in unserer ersten Einstellung die Abfahrt von Markus auf einer Buckelpiste unter der Seilbahn Silver Fox, und ich wusste dann, dass es klappen und Spaß machen würde. Nach weiteren zehn Drehtagen – meistens mit den ersten Seilbahnen – wussten wir, dass wir genug im Kasten hatten, und konnten nun eine Fahrt mit der Seilbahn genießen. Nebenbei gesagt: Ich machte alle Luftaufnahmen vom Fenster der Seilbahnkabine bei der Abfahrt. Drohnen sind auf Snowbird verboten, deshalb war ich gezwungen, genau den Moment zu erwischen, wenn ich über Markus hinwegfuhr.

MARCUS     Bei Beginn der Dreharbeiten war ich nervös, dabei war es dann wirklich das einfachste Filmprojekt, an dem ich je beteiligt war. Ich fuhr einfach meine bevorzugten Abfahrten und zwar so, wie ich das in den letzten 26 Jahren meines Lebens gemacht hatte. Ich fühlte mich wie sonst, wenn ich mich mit meinen Freunden auf dem Berg tummle. Die meiste Zeit fuhr Adam mit der Seilbahn bergab und nahm meine Abfahrt von hinten auf. Dann hüpfte ich wieder in die Kabine, und wir drehten die nächste Sequenz. Ich glaube, ich fuhr an diesem Tag öfter von oben nach unten als an einem normalen Skitag.

Besonders gern erinnere ich mich an eine Szene während der Dreharbeiten oben auf dem Great Scott, als ein junges Snowboard-Ski-Team auftauchte. Der Trainer gab den Kindern ein paar Anweisungen, machte dann einen Sprung und fuhr in Riesenslalom-Kurven talwärts. Einer nach dem anderen folgten die Jungspunde seinen Spuren und verschwanden mit High Five und freundschaftlichen Geschwätz nach unten. Das ließ mich an früher denken, als ich selbst eines der Kinder war, die sich gegenseitig anstießen, um schneller fahren zu können und sich wichtig zu machen. Bereits damals, vor so langer Zeit, wurde ich dazu inspiriert, diesen Film zu drehen … und jetzt war es soweit: Wir standen auf dem Gipfel, machten die Aufnahmen und konnten endlich unser Vorhaben verwirklichen.

 

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